Das hsv-Apfelbaumrace – oder: wie frisst der Wolf die Geißlein ?
Der Präsident hat den Marschbefehl nach Gutorfölde/Ungarn ausgerufen und alle vom Offroad-Virus befallenen Untertanen sind dem Ruf gefolgt. Warum ? Ganz einfach: weil es beim Ber Reini und seiner Familie in Gutorfölde die oberaffengeilste Endurostrecke zwischen Scheibbs und Nebraska gibt und weil wir dort unten immer wieder wie Freunde empfangen werden – wir haben’s auch mit den längsten „Nachbesprechungen“ nie geschafft daß wir beim Reini in Ungnade fallen.
Tag 1 war vom Wetter ein wenig durchwachsen, was den richtigen Enduristen aber rein gar nichts ausmacht, man hat ja dann immer den Spruch bereit: „so verstaubt wenigstens der Luftfilter nicht !“ Aber daß man auf der rutschigen Pampe dann immer auf der Goschn liegt, davon will keiner was erzählen. Und auch nicht, daß aus dem riesengroßen Graben im Wald außer den Rabenkoglern keiner rausgekommen ist, das wollen die Meisten nicht wahrhaben. Und weil das aber so ist, haben wir Rabenkogler kurzerhand die Weichei-Ausweichroute für die hsv-ler und die Männer-Route für die echten Enduristen ausgeschildert. Und wer jetzt glaubt, daß man auf der Schmierseife nur im Eierbären-Tempo seine Runden drehen kann, der hat dem Haslacher-Opa noch nie zugeschaut. So wie der anraucht, möchte man glauben ein junger, dynamischer wilder Hund sitzt auf der Mopetten, aber da sehen wir alle miteinander richtig alt aus. Natürlich funktioniert die Anraucherei nur, wenn man auch Sprudel im Tank hat – nicht wahr Herr Haslacher ? Ansonsten kann man rechts drehen wie man will *ggg*.
Zu den nicht ganz jugendfreien „Nachbesprechungen“ in Reinis „Restaurant“ möchte ich nur soviel verraten, daß nach dem ersten Abend bereits ein Bierkisten-Turm bis unter die Decke gebaut werden konnte ! Und daß man Schnaps auch in Kanistern zwischenlagern kann – aber nur solange keine Enduristen nach Gutorfölde kommen. Und daß der altersschwache Präsident beim Bierzelttisch-Surfen leider gegen einen jungen, unverbrauchten Rabenkogler in die Röhre schauen mußte.
Bei Tag 2 kann man nicht viel schreiben, da die Sonne den Boden wieder auftrocknete und die Strecke somit für Jedermann (auch für die hsv-ler) bezwingbar wurde. Zu bekämpfen gabs eigentlich nur den eigenen Brand und zum gesunden Durst am Abend trug auch der aufkommende Staub sein Scherflein bei.
Aber wie kommts jetzt, daß der Wolf die Geißlein frißt oder auch warum ? Die Geschichte ist die, daß dem Präsident und seinem Vize vor der Übermacht der Rabenkogler derart die Hühner gekommen sind, daß sie wochenlang am Transfermarkt stöberten und einen geheimen Favoriten eingekauft haben. Und dieser war der „böse“ Wolf(gang) Wojta, der uns Rabenkogler das Fürchten beibringen sollte. Der Deal mit dem Apfelbaum-Race in Gutorfölde wurde ja beim Winter Motocross in Gosau schon im Jänner zwischen dem hsv-ENDUROsport und den Rabenkoglern eingefädelt, seit dem hat der Präsident Muffensausen, aber auch wir Rabenkogler hatten mächtig Angst vor „der Mauer“ Gusta Hans. Kannten wir diese „Mauer“ ja nur vom Hörensagen. So kams dann, daß wir unsere Strategie nur auf „die Mauer“ auslegten und schlußendlich vom „bösen Wolf“ gefressen wurden und uns dieser als Apfelkönig 2008 den Apfelbaum weggeschnappt hat ! Irgendwie sind wir aber doch der moralische Sieger, weil wir uns den Obmann des MX-Team Unterberger, Moritzer Martin, als Gaststarter einverleibt haben und unser Drittel-Dirk auch noch vom Stockerl winkte. So war der Endstand nach dem Ausscheidungsmodus im Superfinale folgender:
- Wolfgang Wojta (hsv-ENDUROsport)
- Martin Moritzer (Offroad Team Rabenkogel / MX-Team Unterberger)
- Dirk Stadlmayr (Offroad Team Rabenkogel)
Alles in Allem eine gelungene Veranstaltung vom Präsidenten Wirli und seinen tatkräftigen Untertanen, aber das noch viel größere Lob gebührt der Fam. Ber die uns immer wieder in Gutorfölde aufnimmt, uns bestens verköstigt und nicht zu vergessen: uns auf dem geilsten Endurogelände zwischen Scheibbs und Nebraska umackern läßt !!
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